Daniel Siegmeyer, Siggi, gehört zu den Mitarbeitenden der ersten Stunde und prägt das Unternehmen bis heute maßgeblich. Im Jubiläumsinterview spricht er darüber, warum ihn die Motivation auch nach anderthalb Jahrzehnten nicht verlassen hat, was für ihn wirklich Bestand hat und weshalb Integration für ITARICON künftig eine noch stärkere Rolle spielen sollte.
15 Jahre bei ITARICON – das schafft man nicht zufällig. Was macht das mit Dir?
Es bewegt schon einiges in mir. Lustigerweise ist dieses Jahr für mich generell ein Jubiläumsjahr: Meine Eltern sind 60 geworden, meine Frau und ich sind seit 15 Jahren zusammen – und dann eben auch 15 Jahre ITARICON.
Was mir dabei besonders auffällt: Die Zeit ist unglaublich schnell vergangen. Und das ist für mich ein sehr gutes Zeichen. In meinem Berufsleben vor ITARICON hatte ich oft das Gefühl, dass die Uhr langsam tickt. Hier hatte ich dieses Gefühl vielleicht zwei Tage in 15 Jahren. Das ist schon bemerkenswert.
Was sagt Dir dieses Jubiläum über Dich selbst?
Es zeigt mir, dass ich jemand bin, der Dinge gern richtig macht – und sich committen kann. Schon im ersten Gespräch mit Daniel Kunze war ich voll dabei, auch wenn ich ehrlicherweise noch nicht komplett verstanden hatte, worauf ich mich einlasse.
Offenbar hatte mein Gegenüber damals etwas in mir gesehen, was mir selbst noch nicht klar war. Diese Motivation ist nie abgeflacht.
Was hält Dich bei ITARICON?
Zum einen liegt das natürlich an ITARICON, zum anderen auch an mir als Mensch.
Bei ITARICON habe ich immer das Gefühl gehabt, dass Veränderungen möglich sind. Wenn ich eine Idee habe oder Verbesserungspotenzial sehe, wird das ernst genommen. Natürlich wird auch mal diskutiert oder eingeordnet – aber es herrscht kein Stillstand.
Und dann kommt meine persönliche Haltung dazu: Ich komme aus einer Generation, in der Dinge repariert werden, nicht sofort weggeworfen. Natürlich gab es auch bei ITARICON nicht nur einfache Phasen. Aber wir haben immer Lösungen gefunden. Genau das hält die Spannung hoch.
Welche Rolle spielen die Projekte dabei?
Eine sehr große. In der Beratung hast Du im Grunde mit jedem neuen Kunden einen neuen Job. Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Prioritäten.
Mal geht es tief ins Technische, mal geht es um Prozesse und vor allem um Menschen. Manchmal optimierst Du nicht nur ein System, sondern sorgst dafür, dass jemand im Alltag 500 Meter weniger laufen muss. Diese Mischung macht es für mich aus – und hält es auch nach 15 Jahren spannend.
Was hat für Dich über all die Jahre wirklich Bestand?
Ganz klar: das Miteinander.
Das ist für uns bei ITARICON fast schon selbstverständlich – und genau deshalb merkt man es manchmal gar nicht bewusst. Offenheit, Vertrauen, gegenseitige Unterstützung.
Ich habe es noch nie erlebt, dass jemand keine Zeit für einen Kollegen hatte, wenn Hilfe gebraucht wurde. Diese „Ellenbogenmentalität“, die man in der Beratung manchmal kennt, gibt es bei uns nicht. Wir verstehen uns als Gruppe, die gemeinsam Probleme löst.
Wie erklärst Du Dir, dass sich diese Kultur trotz Wachstum gehalten hat?
Meine These: Wir achten sehr bewusst darauf, wen wir einstellen.
Menschen, die nicht im Team agieren wollen, werden von der Gruppe langfristig nicht getragen. Diese Haltung zieht sich seit den Anfangsjahren durch – und prägt uns bis heute.
Welche Projekte haben Dich besonders geprägt?
Ganz klar mein erstes großes Projekt, damals bei VW.
Ich hatte einen sehr anspruchsvollen Ansprechpartner, der Berater zunächst stark gefordert und auch kritisch behandelt hat. Über die Zeit habe ich mir jedoch sein Vertrauen erarbeitet. Irgendwann wurde man geduzt, eingeladen, erneut beauftragt.
Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt: Wenn Du dranbleibst, Dich weiterentwickelst und nah am Kunden bist, kannst Du Dir echten Respekt erarbeiten – auch als Junior.
Was wünschst Du Dir für die Zukunft von ITARICON?
Ich wünsche mir, dass wir als Unternehmen noch stärker und früher in großen Projekten wahrgenommen werden – nicht erst, wenn es brennt.
Integration ist oft ein unterschätzter Teil von Projekten, obwohl viele genau daran scheitern. Ich möchte, dass ITARICON als Partner gesehen wird, der Technik und Prozesse versteht – und von Beginn an mit „am Tisch sitzt“.
Kurz gesagt: Ich würde gern öfter dabei sein, wenn das Haus gebaut wird – nicht erst, wenn es schon brennt.
Was gibst Du neuen Kolleg:innen mit auf den Weg?
Sei offen. Trau Dich.
Ein Projekt ist per Definition einmalig – Du wirst nie einfach nur Bekanntes wiederholen. Auch mir begegnen nach 15 Jahren noch Themen, die ich vorher nie gesehen habe.
Wichtig sind Deine Methode, Deine Offenheit, Deine Transparenz – und das Wissen, dass Du nicht alles alleine können musst. Wenn Du etwas nicht weißt, gibt es immer jemanden im Team, der es weiß. Und genau das macht ITARICON aus.
Danke Daniel. Danke für 15 Jahre Engagement, Haltung und Weitblick.
Gut, dass Du Teil von ITARICON bist.
Daniel Siegmeyer
Manager
SAP S/4HANA Process Solutions
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