SAP-System- und Anwendungsintegration während einer Post Merger Integration (PMI) mit SAP LeanIX und SAP Signavio

Inhalt

Die Post Merger Integration (PMI) umfasst weit mehr als die formale Fusion von Unternehmen. Sie beinhaltet die Zusammenführung unterschiedlicher Organisationen, Prozesse, Daten und IT-Landschaften, was insbesondere bei SAP-Systemen komplexe Herausforderungen mit sich bringt. SAP bietet als Lösung für diese Herausforderung SAP LeanIX und SAP Signavio als Teil der SAP Integrated Toolchain, welche Transparenz schafft und die Planung, Steuerung und Umsetzung der Integration unterstützt.

Die Post Merger Integration (PMI) bezeichnet den Prozess, in dessen Rahmen zwei zuvor eigenständige Unternehmen nach einer Transaktion organisatorisch, prozessual, personell und systemseitig miteinander verzahnt werden. Wie weit diese Integration reicht, hängt von der Deal Rationale und der gewählten Integrationsstrategie ab. Hinter dieser zunächst einfachen Beschreibung verbirgt sich jedoch ein hochkomplexer Transformationsprozess.

Eine Übernahme und Integration eines Unternehmens oder aber eines Teils eines Unternehmens über einen Share- oder Asset Deal ist nicht mit dem Closing abgeschlossen. Die eigentliche Herausforderung beginnt genau jetzt mit der partiellen oder vollständigen Zusammenführung der Organisationen, deren Prozesse, Daten und IT-Landschaften oftmals sehr verschieden sind.

In der Praxis treten dabei unterschiedliche Integrationsszenarien auf, z. B.

  1. Schrittweise Harmonisierung einzelner Geschäfts- und IT-Bereiche
  2. Integration des übernommenen Unternehmens in die bestehende Zielstruktur (Carve-in)
  3. Mergers of Equals – zwei Unternehmen werden auf Augenhöhe zusammengeführt und es wird eine gemeinsame Zielarchitektur entwickelt.

Die Herausforderungen einer PMI für Unternehmen mit SAP-Systemen

Für SAP-Kunden ist dieses Thema deshalb so relevant, weil Unternehmenszusammenschlüsse tiefgreifende Auswirkungen auf bestehende ERP-, Prozess- und Applikationslandschaften haben. Zudem sind SAP-Landschaften oftmals sehr komplex. Neben zahlreichen SAP-Anwendungen finden sich meist noch Applikationen von Drittanbietern sowie individuell konfigurierte, unternehmensspezifische Geschäftsprozesse.

„Unter diesen Umständen kann eine unzureichend geplante Integration zu erhöhten Kosten, einer höheren Dauer und zusätzlichen Risiken in der Prozess- und Systemlandschaft führen. Darum ist es besonders wichtig, Synergien rechtzeitig zu identifizieren, Redundanzen abzubauen und während der Transformation den laufenden Geschäftsbetrieb stabil zu halten.“

Christoph Nipproschke
Principal Enterprise Architect

SAP LeanIX – Applikationen und IT-Landschaft auf einen Blick

Im Rahmen einer Post Merger Integration schafft SAP LeanIX die notwendige Transparenz über die meist heterogenen und historisch gewachsenen IT-Landschaften der beteiligten Unternehmen.

Gerade in der Vorbereitung der Integration ist es entscheidend, schnell zu verstehen,

  • welche Anwendungen und Technologien eingesetzt werden,
  • welche Geschäftsprozesse und Business Capabilities diese unterstützen,
  • wo funktionale Überschneidungen bestehen,
  • welche Abhängigkeiten bei der Zusammenführung berücksichtigt werden müssen.

SAP LeanIX als Grundlage für Zukunfts-Entscheidungen

SAP LeanIX ermöglicht es, diese Ausgangssituation strukturiert zu erfassen und als Entscheidungsgrundlage für die Integration bereitzustellen. Redundante Anwendungen, technologische Risiken, kritische Schnittstellen und Konsolidierungspotenziale werden sichtbar und können systematisch bewertet werden. Darauf aufbauend lassen sich Integrationsszenarien vergleichen, Zielarchitekturen modellieren und Transformationspfade in Form nachvollziehbarer Roadmaps planen und steuern.

Frühzeitige Integration von EAM in zentrale IT-Prozesse


ITARICON beriet DACHSER beim Aufbau einer EAM-Organisation und führte SAP LeanIX ein.

Durch die Leistung von ITARICON konnten das Rollout von SAP LeanIX sowie die Befähigung der IT-Organisation von DACHSER im Enterprise Architecture Management deutlich beschleunigt werden. Die erarbeiteten Konzepte, Strukturen und Lösungen bieten DACHSER eine stabile Basis für zukünftige Aufgaben, die mit EAM gelöst werden können.

Strategische IT-Fragestellungen in SAP-geprägten PMI-Szenarien

Diese geschaffene Transparenz erlaubt es, nun auch strategische IT-Fragestellungen in den Mittelpunkt SAP-geprägter PMI-Szenarien zu stellen. Es geht nicht nur darum, bestehende Systeme, Schnittstellen und Redundanzen zu kennen, sondern daraus belastbare Entscheidungen für die zukünftige IT-Landschaft abzuleiten. Da SAP-Systeme häufig tief in zentrale Geschäftsprozesse, Datenflüsse und Betriebsmodelle eingebunden sind, wirken Integrationsentscheidungen unmittelbar auf Business Continuity, Synergiepotenziale, Transformationsfähigkeit und Zielarchitektur. Zentrale Fragestellungen betreffen daher unter anderem die Rolle bestehender ERP-Systeme, den Zeitpunkt einer SAP-S/4HANA-Transformation, die künftige Integrationsarchitektur, Datenmigration, Cloud-Nutzung, Clean-Core-Anforderungen sowie Sicherheits-, Berechtigungs- und Betriebsmodelle.

  • Welche SAP-Landschaft bildet künftig die strategische Zielplattform für das gemeinsame Unternehmen?
  • Welche Systeme, Prozesse, Daten und Schnittstellen sind kurzfristig für Day-1-Stabilität abzusichern und welche zahlen langfristig auf Standardisierung, Skalierbarkeit und Deal Value ein?
  • Welche bestehenden Sonderlösungen, Prozessvarianten oder Custom-Code-Anteile gefährden Clean Core, Synergien oder zukünftige Transformationsfähigkeit?

Damit diese strategischen Fragestellungen nicht abstrakt bleiben, braucht es ein Steuerungsinstrument, das Entscheidungen, Zielbilder, Abhängigkeiten und Umsetzungsroadmaps über den gesamten Integrationsverlauf hinweg verbindet.

SAP LeanIX als Steuerelement für die Planung und Entwicklung der zukünftigen IT-Landschaft

Als Bestandteil der SAP Integrated Toolchain verbindet SAP LeanIX die strategische Architektur- und Transformationsplanung mit weiteren SAP-Lösungen. So können beispielsweise Erkenntnisse aus der Geschäftsprozessanalyse, der Systemnutzung und dem operativen Application Lifecycle Management in eine übergreifende Architekturperspektive einbezogen werden.

Dadurch entsteht eine durchgängige Sicht von den Unternehmenszielen und Geschäftsprozessen über Anwendungen, Daten und Schnittstellen bis hin zur technischen Umsetzung der Integration.

Darüber hinaus ermöglicht SAP LeanIX, Business Capabilities, Unternehmensziele, Architekturprinzipien und technologische Standards systematisch in die Integrationsplanung einzubeziehen. Auf diese Weise werden Entscheidungen zur Systemkonsolidierung nicht allein aus kostenbezogener Sicht getroffen, sondern konsequent an der Geschäfts- und IT-Strategie des Käufers ausgerichtet. Bei Mergers of Equals richtet sich die Systemkonsolidierung dagegen an einer gemeinsam entwickelten Zielarchitektur und der zukünftigen Geschäfts- und IT-Strategie des fusionierten Unternehmens aus.

SAP LeanIX ist damit nicht nur ein Werkzeug zur Dokumentation der bestehenden IT-Landschaft, sondern ein Steuerungsinstrument für die Planung und Entwicklung der zukünftigen IT-Landschaft im Rahmen der Post Merger Integration. Es unterstützt Unternehmen dabei, Entscheidungen zu beschleunigen, Transformationsrisiken zu reduzieren, Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und angestrebte Synergien schneller und nachvollziehbarer zu realisieren.

SAP Signavio – Transparenz über die eigenen Prozesse

SAP Signavio bietet im Kontext einer Post Merger Integration den Mehrwert, die fachliche Prozessdimension transparent zu machen. So können dank SAP Signavio auf Grundlage einer gepflegten Datenbasis die Beantwortung der folgenden Fragen beschleunigt und untermauert werden:

  • Welche End-to-End-Prozesse sollen am Day 1 stabil laufen?
  • Wo bestehen Abweichungen zwischen Käufer und Target?
  • Welche Prozessvarianten sind kritisch?
  • Welche Harmonisierung ist für das Target Operating Model erforderlich?

Signavio schafft dazu Transparenz über Ist-Prozesse, Prozessperformance, Bottlenecks, Varianten und Compliance-relevante Kontrollpunkte. Auf dieser Basis lassen sich Synergiehypothesen nicht nur strategisch formulieren, sondern entlang konkreter Prozesslandkarten priorisieren, validieren und in umsetzbare Fit-to-Standard- beziehungsweise Fit-Gap-Entscheidungen übersetzen.

Signavio als weiteres Tool zur Schaffung von Transparenz während der Post Merger Integration

Gerade bei Carve-in- oder Carve-out-Szenarien unterstützt Signavio dabei, Prozess-Owner, Business Streams und IT frühzeitig auf ein gemeinsames Prozessverständnis auszurichten. Soll-Prozesse können kollaborativ modelliert, bewertet, freigegeben und anschließend als Grundlage für Anforderungen, User Stories, Testfälle und Change-Enablement genutzt werden.

Signavio wird so zum weiteren Tool zur Schaffung von Transparenz während der Post Merger Integration. Es schafft die Transparenz, die benötigt wird, um Integrationsrisiken zu reduzieren, erhöht die Geschwindigkeit der Harmonisierung und macht Fortschritt und Change Impact entlang der tatsächlichen Geschäftsabläufe messbar.

SAP Signavio und LeanIX: Fachliche Prozessperspektive mit technologischer Architekturperspektive verbinden

Die Kombination aus SAP Signavio und SAP LeanIX entfaltet im Kontext einer Post Merger Integration ihren besonderen Mehrwert, weil sie die fachliche Prozessperspektive mit der technologischen Architekturperspektive verbindet.

Während SAP Signavio sichtbar macht, wie Prozesse tatsächlich ablaufen, wo Prozessvarianten, Medienbrüche, Ineffizienzen oder Compliance-Risiken bestehen, schafft SAP LeanIX Transparenz darüber, welche Applikationen, Schnittstellen und technischen Abhängigkeiten diese Prozesse unterstützen.

„In Post Merger Integrationen ist diese gewonnene Transparenz wertvoll, da Integrationsentscheidungen somit auch auf Grundlage der IT- und Prozessebene getroffen werden können. Erst diese beiden Ebenen ermöglicht ein vollständiges Bild des aktuellen Operating Models und bildet die Grundlage für ein gemeinsames Target Operating Model nach der Transaktion.“

Sebastian Arnold
Business Analyst

Für das PMI-Management entsteht dadurch eine durchgängige Entscheidungsbasis für die Prozessharmonisierung, Applikationskonsolidierung, Synergiehebel und Integrationsrisiken, die nicht nur identifiziert, sondern entlang konkreter End-to-End-Prozesse bewertet werden können. Dies bildet die Grundlage für klassische PMI-Fragestellungen wie Day-1-Readiness, Day-100-Planung, die Ablösung von Transitional Service Agreements (TSA), Target Architecture Design oder die Priorisierung von Themen innerhalb der Integrationswellen.

So lässt sich beispielsweise erkennen, welche Prozessvarianten geschäftskritisch sind, welche Systeme redundant betrieben werden, wo lokale Sonderlösungen den Clean-Core-Ansatz gefährden und welche Maßnahmen den größten Beitrag zum Deal Value leisten. Die Integrated Toolchain macht aus abstrakten Synergiehypothesen konkrete, steuerbare Transformationsinitiativen.

Use Cases

Typische Use Cases einer PMI und wie die SAP Integrated Toolchain mit Signavio und LeanIX diese lösen kann


Day-1-Stabilität

Welche Prozesse dürfen ausfallen?

In einer PMI ist häufig nicht transparent, welche End-to-End-Prozesse für den operativen Betrieb am Day 1 unverzichtbar sind und welche SAP- und Non-SAP-Systeme, Schnittstellen, Datenobjekte und Verantwortlichkeiten daran hängen.

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Besonders kritisch wird dies bei Konstellationen, bei denen Finance, HR, IT, Reporting oder Stammdatenprozesse bisher über Shared Services des Verkäufers liefen und nach Closing über TSA, Übergangslösungen oder schnelle Integration abgesichert werden müssen.

Die SAP Integrated Toolchain kann hier eine gute Entscheidungsbasis schaffen. Dabei macht SAP Signavio die betroffenen Geschäftsprozesse und Prozessvarianten sichtbar. SAP LeanIX verknüpft diese Prozesse mit Applikationen, technischen Abhängigkeiten, Lifecycle-Informationen und dem Business Impact. Die Toolchain schafft die Grundlage dafür, kritische Prozess-, System- und Datenabhängigkeiten zu identifizieren, zu priorisieren und in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Dazu gehören etwa TSA-Abdeckung, Berechtigungs- und Zugriffskonzepte, Cutover-Aktivitäten sowie Hypercare-Strukturen.

Prozessvarianten & Harmonisierungen

Wo sind Harmonisierungen sinnvoll und wo gefährden sie das Geschäft?

Nach einer Akquisition existieren häufig mehrere Varianten desselben Prozesses, jedoch mit unterschiedlichen Freigabelogiken, besonderen Teilprozessen bspw. im Vertrieb oder auch manuellen Workarounds im Monatsabschluss. Die Herausforderung besteht nicht darin, alle Varianten schnell zu eliminieren, sondern zu unterscheiden, welche Varianten notwendig sind und welche ggf. das Heben von Synergien blockieren.

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Ein typisches Szenario ist, dass ein Käufer alle Einkaufsprozesse auf sein SAP-S/4HANA-Template bringen will. Das Target hat aber einen hochprofitablen Sonderprozess für projektbezogene Beschaffung, der in der Käuferorganisation nicht existiert. Die Toolchain verhindert hier eine blinde Standardisierung aufgrund einer guten Datengrundlage und einer hohen Transparenz. Die Prozessperformance, Compliance-Abweichungen, Systemabhängigkeiten und auch Zielarchitektur werden so zusammenhängend bewertet.

Basierend darauf wird eine Entscheidungsgrundlage gebildet, durch welche Business, IT und weitere Fachbereiche entscheiden können, ob eine Variante harmonisiert, temporär toleriert oder bewusst als geschäftskritische Differenzierung erhalten bleibt.

Applikations­konsolidierung

Welche Systeme können wirklich abgeschaltet werden?

Bei der Konsolidierung von Applikationslandschaften werden Einsparpotenziale oft zu früh über das Abschalten vermeintlich redundanter Systeme kalkuliert. So zum Beispiel die Reduzierung eines ERP, die weitere Reduktion der Systemlandschaft um ein CRM oder auch die Reduktion eines Reporting-Stacks. In der Praxis sind viele Anwendungen jedoch nur auf den ersten Blick redundant. Sie enthalten Prozesslogik, historische Daten, kundenspezifische Schnittstellen, Custom Code oder operative Workarounds, die für den Geschäftsbetrieb weiterhin kritisch sind.

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Die SAP Integrated Toolchain kann helfen, Applikationsrationalisierung wertorientiert, statt rein technisch zu steuern. Dadurch wird nicht nur sichtbar, welche Systeme theoretisch konsolidiert werden können, sondern welche Abschaltungen prozessual, technisch, regulatorisch und wirtschaftlich wirklich vertretbar sind. Die Toolchain liefert somit die Entscheidungsgrundlage für Business, IT, Finance und weitere Fachbereiche.

Synergien

Was ist Day-1-kritisch, was stabilisiert den Betrieb und was realisiert später den Deal Value?

In PMI-Projekten entstehen Synergien dadurch, dass konkrete Maßnahmen finanziell wirksam werden. Die Herausforderung für das Management liegt darin, früh eine belastbare und bereinigte Baseline zu schaffen und zu klären welche Kosten, Umsätze, Durchlaufzeiten, Applikationskosten oder auch Prozessleistungen die Grundlage für einen Vergleich bieten. Das Ziel ist zu identifizieren durch welche unterschiedlichen Systemkonfigurationen und Entscheidungen der Vergangenheit welche Abweichungen entstehen und wie sich diese auswirken.

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Die SAP Integrated Toolchain kann hier helfen, Synergiepotenziale nicht nur als Top-down-Zielwert, sondern als nachvollziehbaren Umsetzungsfall zu betrachten. Dadurch kann das Management besser beurteilen, ob eine Synergie messbar und operativ umsetzbar ist oder ob der Business Case auf Annahmen basiert, die in der System- und Prozessrealität nicht zum Tragen kommen.

Die Toolchain ersetzt keine finanzielle Validierung durch Finance und Controlling, sie schafft aber Transparenz darüber, warum Synergieannahmen durch unterschiedliche Prozess- und Systemlogiken verzerrt sein können, etwa durch Prozessvarianten.

Auf dieser Grundlage kann das Management die Erkenntnisse überführen, um unter anderem die folgenden Fragen zu klären:

  • Welche Baseline gilt?
  • Welche Synergien sind nachhaltig realisierbar und können als Run-Rate in der Finanzplanung berücksichtigt werden?
  • Welche Einmalkosten, TSA-Kosten und Migrationsrisiken sind gegenzurechnen?
  • Wann wird eine Synergie tatsächlich P&L- oder Cash-wirksam anerkannt?

Integrations-Roadmap

Messen wir echte Wertrealisierung oder nur unterschiedlich definierte Prozessdaten?

In einer PMI bestehen die Herausforderungen für das Management nicht darin, möglichst viele Maßnahmen schnell zu starten, sondern die richtige Reihenfolge zu bestimmen. Manche Themen sind für Day 1 zwingend, obwohl sie kaum Synergien bringen. So zum Beispiel Benutzerzugriffe, kritische Schnittstellen, Stammdaten, Zahlungsprozesse, Service Desk und TSA-Abdeckung. Andere Themen sind relevant für das Heben des Deal Values, sind jedoch zu riskant und aufwendig, um direkt am für Day 1 umgesetzt zu werden.

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Die SAP Integrated Toolchain kann diese Sequenzierung transparent für das Management machen. In Verbindung mit Umsetzungssteuerung, etwa über SAP Cloud ALM, kann so eine Roadmap entstehen, die nicht nur Aktivitäten listet, sondern Abhängigkeiten, Risiken, Business Impact und Umsetzungslogik sichtbar macht.

Die Toolchain liefert die zusammengeführte Faktenbasis, auf deren Grundlage das Management, IT, Finance und weitere Fachbereiche entscheiden, was in Day 1, Day 100 und in spätere Integrationswellen gehört. Der Mehrwert liegt darin, Überambitionierung zu vermeiden: erst Betriebsfähigkeit und Kontrollfähigkeit zu sichern und dann Stabilisierung und Transparenz herzustellen, danach folgt dann die Harmonisierung, Konsolidierung sowie die Transformation mit Fokus auf den Deal Value.

Zusammenfassung

Post Merger Integration ist mehr als die Zusammenführung von Unternehmen oder Teilen eben jener. Sie entscheidet darüber, ob der strategische Deal Value einer Transaktion tatsächlich realisiert wird.

Gerade im SAP-Kontext entstehen Integrationsrisiken häufig an den Schnittstellen zwischen Prozessen, Anwendungen, Daten und Organisation. Genau hier schafft die SAP Integrated Toolchain mit SAP Signavio und SAP LeanIX einen strukturierten Ansatz, um Transparenz herzustellen und Handlungsoptionen zu bewerten. Unternehmen können dadurch Synergiehypothesen konkretisieren, Redundanzen abbauen, Prozess- und Applikationslandschaften konsolidieren und gleichzeitig Risiken im laufenden Geschäftsbetrieb reduzieren.

Die Integrated Toolchain unterstützt die Business Transformation auch über die Post Merger Integration hinaus. Für Kunden bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, Komplexität frühzeitig zu beherrschen, Entscheidungen faktenbasiert zu treffen und die Integration konsequent auf Standardisierung und Zukunftsfähigkeit auszurichten.

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Mit SAP Signavio und SAP LeanIX schaffen wir Transparenz über Prozesse, Applikationen und Abhängigkeiten, bewerten Integrationsoptionen strukturiert und richten Ihre Zielarchitektur wirksam aus. So erhalten Sie Strategie, Konzeption und Implementierung für Ihre Post Merger Integration im IT-Bereich aus einer Hand.

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Christoph Nipproschke
Principal Enterprise Architect | Solution Architecture | ITARICON GmbH

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